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AKTIEN FRANKFURT/Dax leicht im Minus - Warten auf US-Arbeitsmarktdaten

Dieser Inhalt wurde am 08. Oktober 2010 - 12:11 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Vor den am Nachmittag anstehenden US-Arbeitsmarktdaten hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag keine klare Richtung gefunden. Der deutsche Leitindex Dax stand gegen Mittag mit 0,27 Prozent im Minus bei 6.259,29 Punkten. Der TecDax verlor 0,37 Prozent auf 771,20 Punkte. Einzig der MDax konnte leicht zulegen. Der Index der mittelgrossen Werte gewann 0,19 Prozent auf 8.865,00 Punkte.
Am Markt hiess es, dass die Anleger vor dem anstehenden Arbeitsmarktbericht die Füsse still hielten. Händler Stefan de Schutter von alpha Wertpapierhandel wies im Zuge dessen auf eine sehr geringe Handelsaktivität hin. Die jüngsten Daten zum Arbeitsmarkt seien unterschiedlich ausgefallen, so dass das Ergebnis für die monatlichen Zahlen unsicher sei, ergänzte der Börsianer. "Am Markt will sich daher niemand auf eine klare Position einlassen, bevor die Zahlen vorliegen".
COMMERZBANK LEGT KAPITALERHÖHUNG AUF EIS
Nach einem verhaltenen Start haben die Aktien der Commerzbank im Dax die mit Abstand grössten Kursgewinne erzielt. Die Papiere des Frankfurter Bankhauses stiegen um 3,20 Prozent auf 6,349 Euro, nachdem das "Handelsblatt" berichtete, dass die für November vorgesehene Kapitalerhöhung angesichts des niedrigen Aktienkurses erst einmal auf Eis gelegt worden sei. Händler führten die Kursreaktion vor allem darauf zurück, dass Anleger, die im Zuge der Kapitalmassnahme auf fallende Kurse gesetzt hätten, nun zukaufen müssten. Lufthansa gewannen als zweitbester Dax-Wert 0,86 Prozent auf 14,10 Euro hinzu. Händler begründeten die Kursgewinne mit einem positiven Analystenkommentar. Die Deutsche Bank sieht den deutschen Branchenprimus auf dem Weg zu einem neuen Gewinnrekord.
MAN UND TELEKOM GEBEN NACH
MAN litten indes mit einem Minus von 3,08 Prozent unter einer Analystenstimme. Papiere der Deutsche Telekom gaben als zweitschwächster Wert um 1,30 Prozent nach. Am Markt kursierten vage Spekulationen, dass Analysten ihre Schätzungen für das Unternehmen nach unten revidierten und eine Gewinnwarnung drohe. Händler verwiesen jedoch postwendend darauf, dass der Telekomkonzern dies jedoch sofort dementiert habe. Möglicherweise sei dies also ein typisches "Freitags-Gerücht", ergänzte der Börsianer. Bei der Telekom selbst erklärte ein Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur dpa-AFX, die Unternehmensprognosen hätten sich nicht geändert.
DEMAG UND WINCOR IM MDAX GEFRAGT
Wie schon an den vergangenen Handelstagen blieben Demag Cranes wegen möglicher Gebote im Fokus. Die Papiere stiegen im MDax um 3,21 Prozent auf 32,50 Euro. Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) berichtete, bereitet sich der US-Baumaschinenhersteller Terex darauf vor, im Falle einer Offerte von Konecranes ebenfalls ein Gebot abzugeben.
Wincor Nixdorf standen dem mit plus 3,02 Prozent nur wenig nach. Analyst Richard Schramm von HSBC führte dies darauf zurück, dass Anleger nach positiven Nachrichten vom Vortag wieder auf die Aktie aufmerksam geworden seien. Der Hersteller von Geldautomaten und Kassensystemen hatte am Donnerstag in Aussicht gestellt, seine Ziele für das Ende September abgelaufene Geschäftsjahr 2009/10 geschafft zu haben. Zudem setzte der derzeit in Indien weilende Vorstandschef Eckard Heidloff dem Konzern prozentual zweistellige Wachstumsziele im indischen Markt./tih/rum

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