Navigation

AKTIEN FRANKFURT/Ausblick: Knapp behauptet - Negative Vorgabe, Adidas im Blick

Dieser Inhalt wurde am 03. März 2010 - 08:20 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Angesichts negativer Impulse aus den USA wir der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch leicht im Minus erwartet. Der X-Dax als ausserbörslicher Indikator für den Stand des deutschen Leitindex Dax lag um kurz nach 8.00 Uhr bei 5.757 Punkten und damit um 0,34 Prozent unter dem Xetra-Schluss vom Vortag. Bröckelnde Kurse an den US-Börsen dürften für eine leichtere Eröffnung sorgen, sagte IG Markets-Analyst Ben Potter am Morgen. Die Anleger positionierten sich bereits für die Berichte zum US-Arbeitsmarkt von den ADP-Daten am Nachmittag bis zum grossen Monatsbericht am Freitag. Der Future auf den US-Leitindex Dow Jones Industrials verlor seit dem Xetra-Schluss am Dienstag 0,35 Prozent.
Im Fokus stehen aber hierzulande laut Börsianern einige Bilanzvorlagen mit dem Dax-Werte Adidas an der Spitze. Technisch gesehen hat sich das Bild laut Analyst Wieland Staud von Staud Research verbessert, der Leitindex müsse aber noch den Bereich von 5.750 bis 5.760 Punkten signifikant nach oben durchbrechen.
Europas grösster Sportartikelkonzern Adidas verdiente im Krisenjahr 2009 deutlich weniger. Belastet hatten neben den Kosten für den Konzernumbau, Währungsverluste, Lagerräumungsverkäufe und höhere Beschaffungskosten. In der Wirtschaftskrise war zudem die Nachfrage in fast allen wichtigen Märkten zurückgegangen. Insgesamt verfehlte der Konzern die Markterwartungen. Im vorbörslichen Handel beim Broker Lang & Schwarz wurden die Papiere bereits mit einem Abschlag gehandelt.
Zudem könnten die Aktien deutscher Automobilbauer Börsianern zufolge ins Visier der Marktteilnehmer rücken. Mit Blick auf die Februar-Absatzzahlen in den USA sprach ein Händler, mit Ausnahme von Porsche , von einem weiteren guten Monat für die deutschen Automobilhersteller. BMW , Volkswagen und Mercedes-Benz konnten durch die Bank zulegen. Porsche setzte mit 1.531 Wagen zumindest ein paar mehr ab als im Vorjahr. Die ansonsten hohen Wachstumsraten seien durch den "miserablen Start in das Jahr 2009" verzerrt worden, meinte der Börsianer.
Im MDax stehen ferner einige Unternehmen mit Zahlen im Blick. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport etwa hatte 2009 weniger unter der Krise gelitten als erwartet. Der Ausblick jedoch wurde mit Enttäuschung aufgenommen. Zudem zeigte sich der Duft- und Geschmackstoffe-Spezialist Symrise nach einem durch die Krise geprägten Jahr verhalten optimistisch für 2010. Indes setzte das Unternehmen seine Erholung im vierten Quartal fort und erfüllte die selbst gesteckten Ziele für 2009. Börsianern zufolge fiel das Zahlenwerk "gemischt" aus.
Im TecDax richtet sich die Aufmerksamkeit der Anleger auf die Zahlen des auf Geschäftskunden spezialisierten Telekomanbieter QSC. Dieser verfehlte mit seinem Umsatz für 2009 die Erwartungen des Marktes.
Aktien des grössten europäischen Kupferproduzenten Aurubis sollten sich Anleger nach einem Medienbericht ebenfalls auf die Beobachtungsliste setzen. Konzern-Chef Bernd Drouven peilt laut einem Bericht des "Handelsblatts" Akquisitionen an. Im Visier hat Drouven dabei Kupferproduzenten in Südamerika sowie Weiterverarbeitungsbetriebe im Stammgebiet Europa. Zudem peile der Konzernchef für das Geschäftsjahr 2009/10 einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 111 bis 200 Millionen Euro an. Ein Börsianer hob hervor, dass die durchschnittlichen Analystenschätzung hierfür bereits bei 180 Millionen Euro liege. Daher sei der Ausblick kein positiver Impulsgeber./la/rum

Diesen Artikel teilen

Passwort ändern

Soll das Profil wirklich gelöscht werden?