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AKTIEN FRANKFURT: Minus nach wieder verstärkten Sorgen um Eurozone

Dieser Inhalt wurde am 30. August 2011 - 12:07 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Die wichtigsten deutschen Aktienindizes haben am Dienstag unter enttäuschenden Konjunkturdaten aus der Eurozone nachgegeben. Der Dax rutschte bis zum Mittag wegen wieder verstärkter Sorgen um die Eurozone mit 0,49 Prozent ins Minus auf 5.642,01 Punkte. Am Morgen hatte der Leitindex noch im Kielwasser erneut positiver Vorgaben an seine Kursgewinne vom Wochenstart angeknüpft und im Hoch mehr als ein Prozent zugelegt. Der MDax lag am Mittag 0,08 Prozent tiefer bei 8.850,18 Punkten, während der TecDax 0,03 Prozent auf 732,77 Punkte zulegte.
Händler sprachen daher nun von vorsichtigen Investoren, die Gewinne mitnähmen. So habe die nur schlechter als erwartet überzeichnete Auktion italienischer Staatsanleihen die Stimmung eingetrübt. Hinzu kämen die wenig entschlossenen Sparmassnahmen des Landes, nachdem Italiens Regierungschef Silvio Berlusconi das drastische Sparpaket nach heftigen Protesten vor allem der betroffenen Kommunen noch einmal ändert. Zudem sind die Wirtschaftsdaten mit einer überraschend schlechten Wirtschaftsstimmung in der Eurozone enttäuschend ausgefallen. Daraufhin seien die Renditen italienischer und spanischer Anleihen wieder gestiegen. Andere Börsianer sprachen indes von einem lustlosen Handel, der von der Technik getrieben werde. Diese habe sich verschlechtert.
VERSORGER RUTSCHEN AN DAS DAX-ENDE
Im schwankungsanfälligen Geschäft im Dax ohne klare, entscheidende Impulse, rutschten die Versorgerwerte wieder an das Indexende: RWE-Aktien verloren ohne neue Nachrichten 2,08 Prozent auf 25,405 Euro, Eon büssten 1,66 Prozent ein. Auch Chemiewerte sind auffällig schwach, wie Händler bemerkten. Die Titel der Deutschen Telekom verbilligten sich um 1,08 Prozent. Dem Konzern droht im Griechenlandgeschäft verstärkte Konkurrenz. Händler verwiesen auf Berichte, dass die britische Vodafone ihre Aktivitäten in dem Land mit Wind Hellas zusammenführen will, um Cosmote Mobile stärker die Stirn zu bieten.
Bankenwerte hielten sich relativ gut im Dax. Die Papiere der Deutschen Bank legten um 0,44 Prozent zu auf 27,520 Euro zu, die Commerzbank-Aktien wurden unverändert gehandelt. Händler verwiesen auf den starken Nachholbedarf des Sektors, der wegen der Schuldenkrisen besonders deutlich unter Druck gestanden hatte. Zudem ist die Vorgabe gut: Der Branchenindex Stoxx Europe 600 Banken scheint zunächst einen Boden gefunden zu haben bei 133 Punkten und behauptet nun ein Plus von 1,32 Prozent. Auch die Vorgabe aus Asien isst nach einem satten Plus von 4,54 Prozent im Branchenindex KBW Bank am Vorabend in den USA gut.
PRAKTIKER STARTEN ERHOLUNGSVERSUCH
Entscheidende Nachrichten blieben auch in MDax und TecDax bisher Mangelware, so dass einige Händler von einem umsatzarmen Geschäft sprachen, das vor allem technisch getrieben werde. So starteten Praktiker an der MDax-Spitze mit plus 6,52 Prozent einen Erholungsversuch. Am Ende des Index mittelgrosser Werte standen Leoni-Aktien mit einem Minus von 2,31 Prozent auf 28,35 Euro.
Einer der Favoriten im TecDax waren indes die Aktien von DialogSemiconductor mit einem Aufschlag von 1,27 Prozent auf 13,180 Euro. Sie profitierten von einem positiven Analystenkommentar. Cheuvreux-Analyst Bernd Laux hatte das Papier des Schaltkreis-Herstellers auf "Selected List" gehoben./fat/ck
--- Von Frederik Altmann, dpa-AFX ---

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