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AKTIEN FRANKFURT: Dax zwischen Plus und Minus - Deutsche Bank im Fokus

Dieser Inhalt wurde am 26. Juli 2011 - 14:45 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Bei der Bewertung der Zahlen der Deutschen Bank haben sich am Dienstag die Geister geschieden und so hat sich auch die Börse präsentiert. Der Dax folgte etwas zeitverzögert den übrigen deutschen Indizes ins Minus und pendelte dann zwischen Gewinnen und Verlusten. Zuletzt stand er bei 7.348,67 Punkten um minimale 0,06 Prozent im Plus. Für den MDax ging um 0,76 Prozent auf 10.831,66 Punkte abwärts, der TecDax verlor 0,19 Prozent auf 847,94 Punkte.
Marktstratege Thilo Müller von MB Fund Advisory zielte auf die anhaltende Schulden-Diskussion in den USA ab. Er ist sich sicher: Gebe es diese Unsicherheit nicht, würde der Markt speziell nach dem geglückten EU-Sondergipfel der vergangenen Woche höher notieren. "In den Abgrund möchte man gar nicht schauen", kommentierte der Experte mit Blick auf eine mögliche Zahlungsunfähigkeit der grössten Wirtschaftsmacht. Sollte bis Freitag keine Einigung erzielt sein, könnte das zum Wochenschluss die Märkte belasten. Bis dahin dürfte aber erst einmal die Berichtssaison nicht nur in Deutschland sondern auch Europa und den USA im Vordergrund stehen.
ANALYST: DEUTSCHE BANK AUF GUTEM WEGE
Die Deutsche Bank hatte am Morgen Quartalszahlen präsentiert, die zum Teil schwächer als von Analysten erwartet ausgefallen waren. Der deutsche Branchenprimus hatte damit den Bilanzreigen der Dax-Werte eröffnet. Händler zeigten sich in ersten Reaktionen etwas enttäuscht. Analysten wie Matthias Dürr von der DZ Bank lobten dagegen, dass die Bank auf gutem Wege sei, ihr Ergebnisziel von 10 Milliarden Euro im laufenden Jahr zu erreichen. Ähnlich wie der Dax bewegte sich die Aktie zwischen Gewinnen und Verlusten. Zuletzt ging es um 0,25 Prozent nach oben. Händler hatten bereits gewarnt, dass die Zahlen und Aussagen der UBS das Sentiment für die Branche belasten könnten. Die Schweizer Grossbank musste einräumen, die ambitionierten 2009 aufgestellten Ergebnisziele nicht zu erreichen.
Die Anteile an Metro hielten sich nach Aussagen des Handelskonzerns zum weiteren Geschäftsverlauf mit plus 1,85 Prozent auf 39,315 Euro an der Dax-Spitze. Dem grössten deutsche Einzelhändler zufolge blieb die Sparte für Unterhaltungselektronik, Media-Saturn, im zweiten Quartal mit einem Verlust hinter den Erwartungen zurück. Für den Gesamtkonzern bestätigte die Metro aber die Ziele. Laut Goldman Sachs-Analyst Franklin Walding bietet die aktuelle Bewertung der Aktie trotz der anhaltenden Sorgen um die Tochter Media Markt/Saturn eine attraktive Einstiegsmöglichkeit. Walding hatte aber nicht so ein starkes Minus einkalkuliert.
ELRINGKLINGER BRECHEN NACH ERGEBNISRÜCKGANG EIN
ElringKlinger verzeichneten im MDax nach Zahlen mit minus 7,04 Prozent auf 21,780 Euro den mit Abstand grössten Kursverlust. Der Autozulieferer hatte für das zweite Quartal einen Ergebnisrückgang gemeldet, gleichzeitig aber die Umsatzprognose für 2011 angehoben. Börsianer und Analysten zeigten sich von der Gewinnentwicklung vor allem auch im Vergleich zu Wettbewerbern enttäuscht. Leoni-Aktien sackten nach dem Kurssprung vom Vortag im Schlepptau um mehr als drei Prozent ab.
ZAHLEN VON QIAGEN UND SINGULUS THEMA IM TECDAX
Im TecDax sorgten Qiagen und überraschend Singulus Technologies mit Zahlen für Gesprächsstoff. Das Biotechunternehmen Qiagen hatte zwar im zweiten Quartal besser als erwartet abgeschnitten, aber den Ausblick zurückgenommen. Das kam laut Händler für viele Beobachter überraschend. Die Aktien fielen am TecDax-Ende um mehr als fünf Prozent. Singulus zogen um knapp ein Prozent an. Der Spezialmaschinenbauer bestätigte nach einer positiven Umsatzentwicklung seine Prognose für das Gesamtjahr.
Im Dax reagierten die Papiere von Infineon Technologies mit Kursverlusten von 1,05 Prozent auf 7,187 Euro auf Zahlen des Konkurrenten STMicroelectronics . Der Gewinn des Halbleiterherstellers war überraschend gesunken./rum/tih
---Von Henrietta Rumberger, dpa-AFX---

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