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AKTIEN FRANKFURT: Dax legt deutlich zu - Handelsumfeld bleibt aber nervös

Dieser Inhalt wurde am 22. August 2011 - 14:53 publiziert

FRANKFURT (awp international) - Nach einem wechselhaften Auftakt hat sich der Dax am Montag mit einem Sprung über die Marke von 5.500 Punkten in der Gewinnzone etabliert. Das Umfeld bleibe zwar weiter nervös, aber in diesen Tagen gelte das Motto "no news are good news", fasste ein Börsianer die Stimmung der Investoren nach den vergangenen drei turbulenten Wochen zusammen. Eine Dreiviertelstunde vor Handelsbeginn an den US-Börsen lag der deutsche Leitindex 1,42 Prozent höher bei 5.557,63 Punkten. Zum Auftakt war er noch bis auf 5.408 Punkte gefallen. Der MDax gewann 1,27 Prozent auf 8.510,72 Punkte und der TecDax rückte um 1,35 Prozent auf 699,74 Punkte vor.
Kapitalmarktexperte Fidel Helmer von der Privatbank Hauck & Aufhäuser begründete die Kursgewinne auch mit einem stabilisierten Euro. "Die Bewegungen am Aktienmarkt bleiben jedoch unberechenbar", betonte der Experte mit Blick darauf, dass derzeit der computergestützte Futures-Handel die Richtung an den Börsen vorgebe. Käufer im regulären Handel gebe es dagegen kaum. "Das gebrannte Kind scheut das Feuer", begründete Helmer die Zurückhaltung. Wichtig sei, dass sich der Dax nun für einige Zeit um oder über der Marke von 5.500 Punkten stabilisieren könne.
KAUFEMPFEHLUNGEN BEI EON - AUTOWERTE ZEIGEN SCHWÄCHE
Kurstreibende Nachrichten waren zum Wochenauftakt Mangelware. Die Eon-Titel stiegen an der Dax-Spitze um 4,85 Prozent auf 14,70 Euro, was am Markt mit Kaufempfehlungen einiger Analysten begründet wurde. Matthias Heck von Macquarie sprach von einer günstigen Bewertung der Aktien nach dem jüngsten Kurssturz und stufte die Titel auf "Outperform" hoch. Ferner hoben die Experten von Merrill Lynch die Versorgertitel nach Händlerangaben auf "Buy".
Von ihren jüngsten Kursverlusten erholt zeigten sich derweil einige konjunkturempfindliche Werte. Die Infineon-Papiere und die Titel von ThyssenKrupp stiegen jeweils um rund 2,4 Prozent. Autowerte schlossen sich dem jedoch nicht an. Die Aktien von BMW und VW büssten jeweils etwas mehr als ein Prozent ein und Daimler lagen knapp mit 0,23 Prozent im Minus. Grösster Dax-Verlierer waren indes die um 1,56 Prozent leichteren Papiere von HeidelbergCement , ohne dass es fundamental neue Nachrichten bei dem Zementhersteller gab.
STUDIE TREIBT EUROSHOP - ÜBERNAHMEFANTASIE BEI QSC
Auch im MDax sorgte eine Analystenstudie für Aufsehen. Die um 3,25 Prozent festeren Titel der Deutsche Euroshop waren nach einer Hochstufung seitens der Schweizer Grossbank UBS unter den besseren Werten zu finden. Analyst Kristian Bandy begründete seinen Schritt mit überraschend guten Quartalszahlen. Die geplanten Akquisitionen dürften seiner Einschätzung nach zusätzliches Gewinnwachstum zur Folge haben.
Im TecDax schnellten die Aktien von QSC wegen Übernahmespekulationen um 7,47 Prozent auf 2,115 Euro hoch. Börsianer verwiesen auf einen Bericht des "Platow Briefes", in dem der Telekomanbieter als mögliches Übernahmeziel des Finanzinvestors KKR gehandelt wird. Demnach erwägt KKR, mit dem Zukauf seine Tochter Versatel zu stärken. Allerdings habe das Management von QSC jüngst betont, dass einige Ankerinvestoren derzeit nicht zu einem Verkauf bereit seien, betonte ein Börsianer./tih/ck
--- Von Timo Hausdorf, dpa-AFX ---

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