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AKTIEN EUROPA/Schluss: Kaum verändert - US-Arbeitsmarkt enttäuscht

Dieser Inhalt wurde am 03. Dezember 2010 - 18:46 publiziert

PARIS/LONDON (awp international) - Die europäischen Aktienbörsen haben sich vor dem Wochenende für keine einheitliche Richtung entscheiden können. Nachdem sich im frühen Freitagshandel an den internationalen Börsen nicht viel getan habe, brachten die Beschäftigungsdaten aus den USA am Nachmittag etwas Druck auf die Aktienmärkte. Der unerwartet geringe Jobzuwachs habe den jüngst wieder steigenden Konjunkturoptimismus etwas gedämpft, sagten Händler. Dann habe es aber auch gute Wirtschaftsdaten aus den USA gegeben und die Märkte hätten sich dies und jenseits des Atlantiks wieder ihrem Vortagesniveau genähert. Anleger nutzten Rückschläge derzeit schnell zum Einstieg, sagte ein Börsianer.
Der EuroStoxx 50 ging einen Punkt oder 0,04 Prozent höher bei 2.782,39 Punkten aus dem Handel. Auf Wochensicht hat der Leitindex der Eurozone 1,66 Prozent zugelegt, konnte damit aber nur einen Teil seines klaren Minus von 6,82 Prozent aus dem Monat November wieder aufholen. Der Pariser Leitindex CAC 40 legte 0,09 Prozent auf 3.750,55 Punkte zu. Der FTSE 100 gab in London 0,39 Prozent auf 5.745,32 Punkte ab.
Wie schon in den Vortagen blieben Bankenwerte mit der weiter schwelenden Unsicherheit um die Entwicklung der Schuldenkrise der Eurozone im Fokus. Der Stoxx Europe 600 Banks verabschiedete sich mit einem kleinen Minus von 0,02 Prozent ins Wochenende, im Vergleich zum vergangenen Freitag legte das europäische Branchenbarometer aber 3,82 Prozent zu. Die Ankündigung weiterer Anleiheverkäufe durch die Europäische Zentralbank (EZB) habe die Sorgen um die Schuldenkrise in der Eurozone weiter verringert, sagten Börsianer. Tagessieger im Euro Stoxx 50 waren Unicredit mit plus 2,54 Prozent auf 1,6940 Euro. Die Anteile der strauchelnden Bank of Ireland endeten nach zunächst klaren Kursgewinnen 0,31 Prozent tiefer bei 0,3210 Euro.
Viele Rohstoffwerte profitierten weiter von den steigenden Metallpreisen, nachdem die Feinunze Gold nach den schlechten Arbeitsmarktdaten aus den USA wieder über 1.400 US-Dollar geklettert ist. Der Sektorindex Stoxx Europe 600 Basic Resources gab aber nach seinem steilen Anstieg der Vortage 0,20 Prozent ab. Einige in London gehandelte Minenkonzern verteuerten sich aber weiter und die auch im Stoxx 50 notierten Titel von Anglo American legten 1,70 Prozent auf 3.034,50 Pence zu. BHP Billiton gingen dagegen 1,08 Prozent tiefer aus dem Handel. Auch die Aktien der Ölkonzerne fanden trotz der etwas weiter steigenden Ölpreise keine einheitliche Richtung. Während Total 0,07 Prozent auf 38,060 Euro zulegten, gaben BP in London 1,45 Prozent ab.
STMicroelectronics sprangen nach einem positiven Analystenkommentar von Exane BNP Paribas mit plus 7,07 Prozent auf 7,464 Euro an die Spitze des Cac 40. Hinzu kamen positiv aufgenommene Aussagen des Branchenverbandes Semiconductor Industry Association (SIA) zum weltweiten Chipabsatz im Oktober, die auch die US-Chipwerte anschoben. Zu den Verlierern zählten dagegen erneut Carrefour mit einem Minus von 2,14 Prozent auf 33,105 Euro. Nach der Gewinnwarnung von Anfang der Woche hatten sich nun weitere Analysten wie die Citigroup skeptisch geäussert./fat/she

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