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450 Weichen auf der Gotthardlinie überprüft

Die SBB haben nach den zwei Entgleisungen von Intercity-Wagen auf der Gotthardlinie die 450 Weichen auf der Strecke unter die Lupe genommen.

Dieser Inhalt wurde am 24. März 2008 - 17:23 publiziert

Bei der Überprüfung wurden die sogenannten Weichenzungen - der bewegliche Teil der Weiche - teilweise nachgeschliffen. In einigen wenigen Fällen seien die Weichenzungen ganz ersetzt worden, bestätigte SBB-Sprecher Danni Härry.

Inwiefern eine defekte Weichenzunge Ursache der beiden Entgleisungen vom 12. und 28. Februar waren, müsse die noch laufende Untersuchung des Departementes für Umwelt, Verkehr, Energie, Kommunikation (UVEK) zeigen.

Lokführer sensibilisieren

Bei den SBB geht man laut Härry davon aus, dass eine "Kombination verschiedener ungünstiger Faktoren" eine Rolle gespielt hat. Als Sofortmassnahme hatten die SBB nach der zweiten Entgleisung die Weichen am Unfallort Pianotodo verschrauben lassen. Spurwechsel sind an dieser Stelle vorläufig nicht mehr möglich.

Die Weichen müssen regelmässig geschmiert werden - eine Aufgabe, die der Lokomotivführer vom Führerstand aus erledigt. Bei den SBB bestünden betreffend der Schmierung klare Richtlinien. Jeder zweite Zug auf der Gotthard-Linie wird aber laut Härry von ausländischen Bahnunternehmen geführt. Man vermutet, dass die Schmierung von anderen Unternehmen vernachlässigt werde und hoffe, dass die Ereignisse nun zur Sensibilisierung beitrügen.

Weitere mögliche Faktoren, die kumuliert zu einer Entgleisung führen können, sind das Klima, die Kurvenwinkel und die Geschwindigkeit.

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