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"Open Opera-Festival" in St. Gallen

Mit Arthur Honeggers Chor-Orchesterstück "Le Roi David" bringt das St. Galler Festival "Open Opera" als Eigenproduktion ein populäres Werk zeitgenössischer Klassik auf die Bühne. Premiere ist am 6. Juni in der Olma-Halle 4.

Dieser Inhalt wurde am 05. Juni 2000 - 10:39 publiziert

"Le Roi David", 1921 als Bühnenmusik für eine Laienaufführung am Genfersee geschrieben, machte den damals 29-jährigen Komponisten schlagartig berühmt. Bekannt wurde das Stück vor allem in einer späteren Orchesterversion. "Open Opera" greift jetzt auf die ursprüngliche Fassung für 16 Instrumente und Chor zurück.

"Le Roi David" verdanke seine Beliebtheit der "wunderschönen Musik und der dramatischen Kontraste", schwärmte Dirigent und Projektleiter Niklaus Meyer bei der Vorstellung des Programms. Dank der Gliederung in 27 "Portionen" sei dieses Werk zeitgenössischer Klassik auch für Laien gut hörbar.

Regisseur Christoph G. Amrhein sprach von einem "Glücksgriff für Open Opera". Das Mysterien-Spektakel um die biblischen Figuren David, Goliath und Saul eigne sich bestens für eine kreative Neuentdeckung. Die Inszenierung in der 80 auf 30 Meter grossen Olma- Halle 4 sei so unkonventionell wie der Raum selbst.

Darsteller auf Rollerblades

Statt ein "Guckkasten-Theater" zu machen, werde die Halle laut Amrhein so bespielt, wie sie ist. Das bedeutet, dass sich die Darstellerinnen und Darsteller auch mal per Rollerblades über die weite Bühne bewegen. Auch die Dachkonstruktion wird bei einzelnen Szenen ins Geschehen einbezogen.

Ausführende sind der St. Galler Kammerchor und das Symphonische Orchester Zürich. Solistisch treten Dorothée Harsch (Sopran), Margrit Hess (Alt) und Andri Calonder (Tenor) auf, zum Teil in mehreren Rollen. Ausserdem sind eine fünfköpfige Bewegungsgruppe und ein Inline-Skater-Team beteiligt.

Zum Rahmenprogramm von gehören ein kulinarischer Abend mit der Jazz-Formation "Szilla" (10. Juni), die Kriminaloper "Laura" von Frédéric Bolli (9. Juni) sowie George Taboris sarkastisches Stück "Jubiläum" mit dem Figurentheater "Vagabu" Basel (12. Juni).

Hinter dem Festival "Open Opera", das zum zwölften Mal durchgeführt wird, steht der gleichnamige Verein. Zur alternativen Kultur gehöre, dass die Finanzierung oft unsicher sei, erklärte Festival-Finanzchef Walter Späti. Um "Open Opera" auch in Zukunft finanziell zu sichern, sei ein Sponsoren-Fonds gegründet worden.

Bis und mit 1999 fand das Festival jeweils nach den Sommerferien im August/September statt. Diesmal wurde es auf den Juni vorverlegt, weil die Organisatoren eine Terminkollision mit der neuen Veranstaltung "Weltklang" vermeiden wollten.

swissinfo und Agenturen

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